Schaffe schaffe Häusle baue – oder: Wem gehört eigentlich unser Leben?
"Schaffe, schaffe, Häusle baue.“ Ein Satz, der sich anhört wie ein Schulterklopfen und ein Antreiber zugleich. Einer, der nach schwäbischer Tugend riecht, nach Fleiß, nach Bodenständigkeit, nach dem guten Gefühl, etwas Ordentliches aus seinem Leben gemacht zu haben. Und vielleicht ist genau das der Punkt um den es heute geht: Dieses Sprichwort ist längst mehr als ein regionaler Kalenderspruch. Es ist ein innerer Kompass unserer Gesellschaft geworden. Einer, der vielen von uns leise zuflüstert, wann wir "richtig“ sind. Und wann eben noch nicht. Denn was meint dieses Häusle eigentlich? Es geht ja selten nur um Ziegel, Dach und Grundbuch. Das Häusle steht für Sicherheit. Für Ankommen. Für den Beweis, dass sich all das Mühen gelohnt hat. Dass man durchgehalten, gespart, verzichtet hat. Eigentum als sichtbares Zeichen: Ich habe es geschafft.